Monats-Archive: September 2013

Unser Freund und Mitstreiter “Stimmbürger” (Bananenrepublik) hat zur Bundestagswahl ein BEST OF Youtube Video produziert, welches uns noch einmal deutlich macht, dass einige der wichtigsten Themen im Wahlkampf nicht vorgekommen sind. Nehmt euch die Zeit (ca. 6min) und schaut rein.

Rudolf Schmenger (Im Fall Mollath ging es um den Schutz der bayerischen Elite vor der Steuerfahndung), Bernd Schlömer (Die Ökonomische Theorie, die uns präsentiert wird, stimmt mit der Realtität gar nicht überein) und Joachim Paul (Forscher der Hochschule in Zürich haben analysiert, dass heute 47 Finanzkonzerne den größten Teil der Realwirtschaft kontrollieren).

Was vor einigen Jahren noch als undenkbar galt, wird heute von unabhängigen Forschern und Whistleblowern auf allen Ebenen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wir sollten diesen Menschen sehr dankbar sein, dass sie auch (wie im Fall Snowden) unter Einsatz Ihrer eigenen Person uns wachrütteln wollten. Ob in der Weltbank, bei der NSA oder der deutschen Steuerfahndung, überall finden sich beängstigende Belege einer Refeudaliserung der westlichen Demokratien.
Wir befinden uns also bereits in einem postdemokratischen Zeitalter, obwohl wir noch immer an die alten Ideale der Demokratie glauben. Denkt mal darüber nach.

Finanzjournalistin Ulrike Herrmann (Foto Wikipedia)

Finanzjournalistin Ulrike Herrmann (Foto Wikipedia)

Dieser Artikel von Ulrike Herrmann, ist am 13.9.2013 in der deutschsprachigen Ausgabe der Le Monde diplopmatique erschienen und hat schon viele positive Reaktionen hervorgerufen. In der Debatte um eine Lösung der “Eurokrise” unterscheidet die Autorin vier verschiedene Teilkrisen. Diese müssen  in ihren Wechselwirkungen betrachtet werden.  Ulrike Herrmann ist  mittlerweile eine der renommiertesten deutschen Finanzjournalistinen. Ihre Artikel zeichnen sich durch eine gute Verständlichkeit aus. Auch komplexe Sachverhalte, wie die Eurokrise werden dadurch gut erklärt und werden so für die Bürger nachvollziehbar. Sie plädiert dafür, dass Lösungen der Krise bevorzugt aus gesamteuropäischer Sicht gedacht werden müssen. Das ist nicht die schlechteste Idee, selbst Eurokritiker könnten bei den Schlussfolgerungen der Autorin ins Grübeln kommen. Neben der fatalen Wirkung der Agenda 2010 auf den Euroraum, spricht sie auch Denk-Fehler der Occupy-Bewegung an und beschreibt die negative Wirkung der Austeritätspolitik, wie sie derzeit von Angela Merkel auf europäischer Ebene propagiert wird. Der Artikel ist absolut lesenswert.

http://www.monde-diplomatique.de/pm/2013/09/13.mondeText1.artikel,a0004.idx,0