Der Zahltag für den Euro – Helmut Schmidt SPD 23.06.2013

Bei einer Jubiläumsveranstaltung für den BASF Aufsichtsratsvorsitzenden Eggert Voscherau sprach Helmut Schmidt einige für die derzeitige Regierung unbeqeme Wahrheiten aus, unter anderem die Unumgänglichkeit des Zahltages, der für uns in Deutschland kommen wird – ganz sicher.

Vor der Wahl wird dieses Thema natürlich niemand aus dem Lager der etablierten Parteien anpacken, so ehrlich ist unser politisches System leider nicht. Der Zahltag aber, für den “Konstruktionsfehler” Euro wird kommen.

In einer illustren Runde (wo Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit auch in der Zukunft im Zentrum der Diskussion stand), fand alleine Altkanzler Schmidt den richtigen TON! Interessant ist auch, er spricht das Versagen der Gewerkschaften bei den Lohnverhandlungen im Eurozeitalter an. Die Löhne hätten in Deutschland ansteigen müssen, um in Europa einen gewissen Ausgleich in den Handelsbilanzen zu schaffen. Er vermeidet natürlich an dieser Stelle zu erwähnen, dass seine eigene Partei in dieser Frage eine historische Fehlleistung hingelegt hat.

Wer die gesamte Veranstaltung sehen möchte : (hier der Link zur Mediathek von Phoenix). Der Titel: “Deutschlands Herausforderungen in einer globalisierten Welt”

http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/diskussionen/707470

 

2 Antworten auf Helmut Schmidt über den EURO: Wir werden zahlen, bar oder per Schuldenschnitt!

  • Natürlich werden wir zahlen, zahlen müssen. Das ist gut so!
    Bin dafür, dass dann die Lasten gerecht verteilt werden und nicht wie bislang die untersten 30% mit Kürzungen und mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer herangezogen werden. Die belastet nämlich zu allererst die untersten Einkommen.
    Im Haushalt Bund, Länder und Gemeinden fehlen bislang zwischen 80 und 100 Miliiarden Euro – jährlich! Dank der Steuersenkungen für Reiche. durch die Unternehmenssteuerreform entgehen dem Fiskus noch einmal bis zu 10 Milliarden Euro. Die Steuergestaltungsmöglichkeiten müssen allesamt auf den Prüfstand! 4,8 Billionen liegen teils in Firmenvermögen, teils in Privatvermögen. An die Privatvermögen muss Deutschland ran! Ohne die geht es gar nicht! Und dann muss endlich die Börsenumsatzsteuer verwirklicht werden. Und zwar ganz schnell!

    Also, wie man sieht, gibt es noch viel zu tun. Da sind noch einige Baustellen – und nicht nur die fehlenden in den Inne4nstädten, die kein Geld für die Reparatur ihrer Infrastruktur mehr haben.

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