Piraten lieben Europa - es muss was geändert werden!

Piraten lieben Europa – es muss was geändert werden!

Piraten lieben Europa, darum muss etwas geändert werden. Europa fährt gegenwärtig an die Wand. Piraten erarbeiten deshalb Wissensgrundlagen, auf denen ein neues Europakonzept, eine demokratische Version 3.0 aufsetzen kann.

Heute stellen wir ein weiteres Europa-Vortragsmodul von Karl Pitz vor: “2.2 Neo-Liberalismus oder Libertarismus?” Hier wird eine wichtige Begriffsklärung vorgenommen. Der Bogen spannt sich über Liberalismus und Neo-Liberalismus bis zum dominant gewordenen Libertarismus. In der Phase des Libertarismus werden wir Bürger endgültig zu reinen Marktsubjekten gemacht, die Staaten werden ihrer traditionellen Funktionen beraubt und weiter aufgelöst, alles liegt in den Händen des Marktes.

Schön neue Welt? Diese Form der Freiheit erwächst sich zu einem Schrecken für die Menschheit!

Die hier vorgestellten Videos von Karl Pitz könnten sehr gut als Fundament für die strategische Positionierung der europäischen Piraten dienen. Der herrschenden Postdemokratie muss eine neue Phase des demokratischen Wiederaufbaus in Europa folgen. Dafür sind die hier vorgestellten Wissensgrundlagen essentielles Rüstzeug. Europa kann nicht geflickt werden, es braucht ein neues und anderes Europa.

Die drei bisherigen Artikel aus dieser Reihe “Piraten und Europa” sind hier zu finden:

Piraten und Europa: Achtung, Sie verlassen den demokratischen Sektor!
Piraten und Europa: Demokratisches Europa – Nur Bühnenvorhang?
Piraten und Europa: Globalisierung und das Machtmodell

 

Hier nun das aktuelle Video:

3 Antworten auf Piraten und Europa: Maschinerie der Freiheit – Macht und Geld

  • Phil Rae sagt:

    Hallo!
    Kann es sein, dass die eingebetteten youtube Videos ein Problem im Vollbildmodus haben? Bei der voreingestellten Auflösung (480p) läuft bei mir zwar der Ton, aber das Bild bleibt stehen. Schalte ich auf 720p um, funktioniert die Sache.

    Gruß,
    Phil

  • Phil Rae sagt:

    Zu den Videos: Von der Machart zwar ziemlich unsexy, aber inhaltlich sehr gute, sachliche und gleichzeitig erschreckende Analyse der aktuellen Post-Demokratie. Werde ich weiterempfehlen!

    “…es braucht ein neues und anderes Europa”: Ja! Amen! Aber die “Global Governance” wird dies niemals zulassen. Es ist illusorisch, von direkter Demokratie, einem neuen Europa, einem gerechten Finanz-/Wirtschaftssystem, etc. zu träumen, so lange die Global Governance existiert.

    Der erste Schritt muss daher m.E. sein, und man verzeihe mir die martialische Ausdrucksweise, die Global Governance zu ZERSTÖREN.
    Wichtige Voraussetzung hierfür, und da sind die Piraten sicher ganz vorne dabei: Ein freies Internet.

    Ansonsten finde ich jedoch im Parteiprogramm (noch?) nicht die richtungsweisenden, im positiven Sinne “radikalen” Forderungen im Parteiprogramm, die doch eine breite Zustimmung in der Bevölkerung finden könnten, und gleichzeitig zur Zerstörung der Global Governance beitragen könnten. Wie z.B. die in dieser AG andiskutierte Vermögensobergrenze von z.B. 50 Mio EUR. Wer in aller Welt braucht 50 Mio EUR oder gar mehr? Wer (ausser einem FDP Politiker) findet hierfür eine Rechtfertigung? Würden nicht weite Bevölkerungsteile dem zustimmen?

    Einerseits muss vor einer Systemänderung bzw. einer Neuentwicklung eines Systems eine gründliche Analyse erfolgen, sowie die Beteiligten ein gemeinsames Verständnis entwickeln. Das dauert. Das dauert Jahre oder gar Jahrzehnte.
    Diese Zeit haben wir angesichts der aktuellen, weltweit kritischen Situation wohl nicht. Deshalb muss doch auch parallel der Ansatz verfolgt werden, so bald wie möglich grundlegende Pfosten in den Boden zu rammen, auf die später dann das neue System aufgebaut werden kann. Solche Pfosten wie z.B. die oben erwähnte Vermögensobergrenze. Drei oder vier solcher “populistischen”, gerechten und gerechtfertigten Forderungen auf allen Piraten-Wahlplakaten in Deutschland verbreitet, und ihr schafft im September 10% auf Anhieb.

    Ich wünsche mir, dass in den AGs der Piraten bald die richtigen “Pfosten” definiert werden, und dass davon auch noch was Essentielles im Partei-/Wahlprogramm ankommt. Bin da aber leider sehr skeptisch. Ich zweifle inzwischen generell sehr daran, dass Parteien überhaupt in der Lage sind, diese drängenden Probleme zu lösen. Sobald in einer Partei eine gewisse kritische Masse überschritten ist, bilden sich doch wieder Strukturen heraus, die entweder korrumpiert werden, oder es werden mit Koalitionspartnern faule Kompromisse geschlossen, die eine grundsätzliche Veränderung unmöglich machen.

    Die Global Governance wird uns wohl noch viele Jahrzehnte beherrschen, und die Situation wird weltweit wohl noch viel unerträglicher werden. :-(

    Kann mir jemand Hoffnung machen?
    Ich möchte mich so gerne täuschen.

    Gruß,
    Phil.

    • cosmic sagt:

      Hallo Phil, ich finde, trotz aller Widrigkeiten darf man die Hoffnung nicht aufgeben und den Willen zu verändern. Deshalb bringen wir ja auch solche Videos, damit sich solche Erkenntnisse weiter verbreiten. Grundlage für positive Veränderung, für ein anders haben wollen. Danke fürs Teilen !
      Schlägt dir die Hoffnung fehl, nie fehle dir das Hoffen. Ein Tor ist zugetan, und tausend stehn dir offen…

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