CDU

Auch in Wirtschaftsfragen "failed" die CDU - ebenfalls Neuland?

Auch in Wirtschaftsfragen “failed” die CDU – ebenfalls Neuland?

Man wundert sich doch immer mehr, warum sich die Wahrheit über die zahlreichen Unzulänglichkeiten (#fails) der CDU/CSU nicht in den Wahlumfragen niederschlägt. Es scheint als könnte sich die stärkste politische Kraft in unserem Land alles erlauben. Derzeit stellen sich die Christdemokraten im Umgang mit der Überwachungs- und Geheimdienstäffäre ein Armutszeugnis aus, was auch kaum anders zu erwarten war. Doch auch in Sachen Wirtschaftskompetenz bewegt sich diese Partei offenbar immer wieder auf Neuland.

Wir bringen hier nun ein weiteres Beispiel für die verschobene Wahrnehmung beim Bürger: Der Wähler glaubt weithin an die Wirtschaftskompetenz der CDU, in der Realität existiert sie meist nicht. Man fragt sich, wie die CDU in den Wahlumfragen so gut dastehen kann, obwohl sie bei sämtlichen Landesbank-Debakeln die Hauptverantwortung zu tragen hat:

Sachsen LB
LBBW
Bay. Landesbank
HSH Nordbank

(Ausnahme Teilschuld bei der West LB). Faktisch verbrannten die christdemokratischen Landesregierungen viele Milliarden an Steuergeldern.

Provinzpolitker (oder besser deutsche Ministerpräsidenten) und Provinzbänker lassen sich auf das große Casinospiel ein und werden von (echten) Wallstreetbankern und Hedge Fonds vorgeführt und über den Tisch gezogen. Man kann nur hoffen das jetzt endlich ein juristischer Aufarbeitungsprozess der Vorfälle beginnt. Jens Berger geht in seinem aktuellen Artikel auf den Nachdenkseiten mit seiner Berichterstattung schon einmal aufklärend voraus:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=18132#more-18132

Fluchtpunkt „Chancengerechtigkeit“ – Oder: Wie die INSM über die Einkommens- und Verteilungsungerechtigkeit hinwegzutäuschen versucht
titelt Wolfgang Lieb auf den Nachdenkseiten:

“Die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM) macht sich Sorge, dass sich in der von 70 Prozent der Deutschen empfundenen Gerechtigkeitslücke politischer Sprengstoff ansammeln könnte. Um den wachsenden Unmut über die zunehmende Einkommens- und Verteilungsungerechtigkeit umzulenken, hat die neoliberale Propagandaagentur beim demoskopischen Hoflieferanten der CDU, dem Institut für Demoskopie Allensbach eine Umfrage bestellt, die natürlich vorab in der Bild-Zeitung veröffentlicht wurde. Mit dieser Untersuchung wird die Behauptung begründet, dass die Deutschen gar nicht so sehr die manifeste soziale Ungleichheit bekümmert, sondern dass sie eher auf mehr „Chancengerechtigkeit“ in der Zukunft hoffen.

 Diese Behauptung ist eine doppelte Manipulation: einmal durch die Studie selbst, dann aber vor allem durch deren Interpretation durch die INSM. Es ist ein kläglicher, aber leider wohl wirkungsvoller Versuch die politische Debatte im Wahljahr zu beeinflussen.”

Hier geht´s zum Artikel:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=16201