Finanzpolitik

Jörg Buschbeck - Guthabenkrise.de

Jörg Buschbeck – Guthabenkrise.de

Am Mittwoch den 22.1. 2014 um 20 Uhr kommt Jörg Buschbeck als Gast in den NRW-Mumble (AG Geldordnung/Kaminzimmer).

Mit den Gesprächen im “Kaminzimmer” starten die Piraten der AG Geldordnung und Finanzpolitik ein neues Format, das vor allem der internen Weiterbildung der Piraten dienen möchte. Mit den anwesenden Gästen und Fachleuten sollen spezifische Themenbereiche vertieft und in Details besprochen werden. Das geschieht in einer lockeren Runde, sozusagen im virtuellen Hinterzimmer der Geldsystempiraten, bei Punsch und Feuerprasseln.

Interessant ist das überwiegend für diejenigen Piraten, die das Themenfeld bereits für sich entdeckt haben, Spass damit haben und es bearbeiten. Hier kann ihr Wissen im Bereich Wirtschaft und Geldwesen erweitert und vertieft werden, oder wirtschafts- und geldpolitische Positionen debattiert werden.

Wie immer bleibt es aber ein offenes System, d.h. auch Nichtpiraten, somit alle anderen politisch interessierten Wahlbürger, die mehr über unsere Themen erfahren wollen, sind herzlich eingeladen. Mumble nutzen kann jeder, eine Anleitung dazu findet man hier.

Leser und Zuhörer die Fragen an Jörg Buschbeck stellen möchten, können das hier tun: Kaminzimmer-PAD-Fragen.

Hier noch ein paar Hintergrundinformationen zum Gesprächspartner:

Buschbeck war bereits bei uns im Mumble, das Video mit der Tonaufzeichnung gibt es hier: http://www.youtube.com/watch?v=4Vjq_TfF_lk

Die “Guthabenkrise” (statt Schuldenkrise) erklärt Jörg Buschbeck in diesem Video: http://www.youtube.com/watch?v=JKUzHZ9a9Yw

Beide Videos sind sehr zu empfehlen! Sie verlassen die “normale Welt” und sind ein frontaler Angriff auf alle wirtschaftswissenschaftlichen Denksperren.

Sein Gesamtkonzept an Lösungsmöglichkeiten zur Krisenbewältigung findet man auf seinem Blog in Kurzfassung: http://guthabenkrise.wordpress.com/2013/10/12/wie-man-gesells-friedens-idee-ohne-das-unbeliebte-gesell-geld-umsetzt/ und als Langfassung hier: http://guthabenkrise.wordpress.com/2012/01/30/ein-grundlegender-losungsansatz-fur-die-systemkrise-notenbanken-werden-zur-monetative

Einen Ausschnitt aus der Langfassung möchten wir zum Abschluss noch zitieren:

“Geschäftsbanken-Aktiva = nur noch Kredite an private Inlandsprojekte

Die Aktivseite von Bankbilanzen darf nur noch um Forderungen gegen inländische Investitionsprojekte erweitert werden. Für diese Kreditvergaben existieren in Deutschland gute und wohl auch ausreichende Vorschriften für Besicherung und Eigenkapitalunterlegung. Mit der oben beschriebenen Absturzsicherung werden die bestehenden systemischen Risiken minimiert. Sollte es infolge der vorgeschlagenen Reformen zu stärkeren Preissteigerungen bei Sachwerten kommen, dann müssen die Eigenkapitalanforderungen für Kredite allerdings verschärft werden, um eine „Blasenbildung“ mit Kredithebel zu verhindern. Eigenkapitalinduzierte Preiserhöhungen von Sachwerten sind aber keine Blasen, sondern durchaus wünschenswerte Wertsteigerungen, die überschüssige Sparvermögen absorbieren und die realwirtschaftlichen Renditen senken.
Die Sicherheit und Stabilität eines Kreditgeldsystems hängt aber auch an der Vollstreckbarkeit in die Pfänder. Darauf haben wir nur im Inland so viel Einfluss, dass wir die Einlagen ohne Verlustrisiko staatlich garantieren können. Natürlich können die deutschen Anleger auch Projekte im Ausland finanzieren, aber dann nur auf eigenes Risiko mit Eigenkapital. Die „schwäbische Hausfrau“ hätte auf ihr Risiko niemals spanische oder US-amerikanische Subprime-Bauten finanziert, die als Schuldtitel massenweise in deutschen Bankbilanzen gelangten.”

Vorbereitend auf das Podiumsgespräch mit Berlins Spitzenkandidatin Cornelia Otto, über die wirtschafts- und geldpolitische Ausrichtung der Piratenpartei im Bundestagswahlkampf, möchten wir nun in folgenden Tagen die Vortragsvideos der diesjährigen EUWIKON (EuropaWirtschaftsKonferenz) vorstellen. Die Videos sind Mitschnitte der Livestreams und geben Aufschluss über die wirtschaftspolitischen Ansätze, die in der Piratenpartei und den thematisch organisierten AGs diskutiert und bearbeitet werden.

Den Anfang machen wir mit einem Vortrag von Andreas Tittert (alias OrangeScarf) über die Probleme unseres Währungs- und Wirtschaftssystems. Die komplexen Zusammenhänge werden hier in Form eines Rundganges über eine Mindmap ganz hervorragend dargestellt. Selten hat man die wirtschafts- und geldpolitischen Probleme und die Folgen für die Gesellschaft in einer derartig übersichtlichen Form präsentiert bekommen. Ein absolut bemerkenswerter Ansatz, den Andreas Tittert, in seiner für ihn typisch ruhigen und strukturierten Art, auf den Punkt bringt:

 

 

In einer gestrafften und editierten Form, wäre die Reise über die “Mindmap der Probleme”, ein Meilenstein zur Aufklärung der Piratenbasis, aber auch der wählenden Bürgerschaft; denn wer die Probleme nicht kennt, kann keine Lösungen finden. Somit stellt dieser Vortrag eine Grundlage für tiefer gehende Debatten über politische Lösungen dar.

Die Mindmap gibt es auch hier als Bildvorlage oder als PDF-Druckvorlage.

Wir danken Andreas Tittert für die sehr gute Arbeit. Wer Andreas Tittert für den Wahlkampf als Vortragsredner buchen möchte, bitte direkt über das Wiki kontaktieren:

wiki.piratenpartei.de/Benutzer:OrangeScarf

Die AG Geldordnung und Finanzpolitik ist in den letzten Wochen massiv gewachsen und dürfte mit seinen derzeit ca. 100 Mitgliedern zu einer der größten AG´s innerhalb der Piratenpartei angewachsen sein. Umso wichtiger erscheint es den Mitgliedern, sich eine Struktur zu geben, die den basisdemokratischen Prinzipien treu bleibt, aber trotzdem mehr Effizienz hervorbringt.

Die AG Geldordnung und Finanzpolitik besetzt eines der wichtigsten thematischen Kernbereiche unserer Gesellschaft, denn im Grund hängt eigentlich alles an diesem Tropf, dem Geld. Die AG ist sich der Verantwortung bewusst und man ist sich im Klaren darüber, jetzt muss geliefert werden.

Im wesentlichen gliedert sich die AG nun in Arbeitskreise, die inhaltlich arbeiten, und in Teams, die als interne Servicegruppen für die AG fungieren. Im Ergebnis sollen kurzfristig Positionen und Anträge für die Piraten formuliert und der Basis über verschiedene Kanäle und Medien kommuniziert werden. Die Ziele sind hoch gesteckt, jetzt muss die Basis der AG zeigen, was sie leisten kann.

Mitglieder der AG sind aufgerufen aktiv zu werden. Koordinator Rudi hat die Version 1.0 der Struktur gestern ins Wiki eingestellt:

http://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik/Arbeitskreise_und_Teams

Die AG freut sich über weitere Mitlieder und Helfer, die uns und die Piraten weiterbringen wollen. Ansprechpartner findet man im Wiki oder jeden Mittwoch ab 20 Uhr live, im Mumble der AG Geldordnung.