Macht

Piraten lieben Europa - es muss was geändert werden!

Piraten lieben Europa – es muss was geändert werden!

Piraten lieben Europa, darum muss etwas geändert werden. Europa fährt gegenwärtig an die Wand. Piraten erarbeiten deshalb Wissensgrundlagen, auf denen ein neues Europakonzept, eine demokratische Version 3.0 aufsetzen kann.

Heute stellen wir ein weiteres Europa-Vortragsmodul von Karl Pitz vor: “2.2 Neo-Liberalismus oder Libertarismus?” Hier wird eine wichtige Begriffsklärung vorgenommen. Der Bogen spannt sich über Liberalismus und Neo-Liberalismus bis zum dominant gewordenen Libertarismus. In der Phase des Libertarismus werden wir Bürger endgültig zu reinen Marktsubjekten gemacht, die Staaten werden ihrer traditionellen Funktionen beraubt und weiter aufgelöst, alles liegt in den Händen des Marktes.

Schön neue Welt? Diese Form der Freiheit erwächst sich zu einem Schrecken für die Menschheit!

Die hier vorgestellten Videos von Karl Pitz könnten sehr gut als Fundament für die strategische Positionierung der europäischen Piraten dienen. Der herrschenden Postdemokratie muss eine neue Phase des demokratischen Wiederaufbaus in Europa folgen. Dafür sind die hier vorgestellten Wissensgrundlagen essentielles Rüstzeug. Europa kann nicht geflickt werden, es braucht ein neues und anderes Europa.

Die drei bisherigen Artikel aus dieser Reihe “Piraten und Europa” sind hier zu finden:

Piraten und Europa: Achtung, Sie verlassen den demokratischen Sektor!
Piraten und Europa: Demokratisches Europa – Nur Bühnenvorhang?
Piraten und Europa: Globalisierung und das Machtmodell

 

Hier nun das aktuelle Video:

Die tageschau.de bringt ein Interview mit Elias Tsolakidis über die Siutation in Griechenland. Letztendlich ist es eine Kritik an der Demokratie in Europa, die eben längst vollständig korrumpiert ist.

“Der griechische Staat ist fest in den Händen von 20 oder 30 Familien. Sie kontrollieren auch die Medien. Die Abendnachrichten sind voller Horrorszenarien. Man will den Menschen Angst machen. Politisch ist nicht gewollt, dass sich das ändert. Diese Familien finanzieren nämlich ihrerseits die herrschenden Parteien und sorgen dafür, dass die Politiker im jeweiligen Amt bleiben. Nur in diesem Chaos, nur in diesem nicht funktionierenden Staat können diese Familien ihre Macht erhalten.”

Und auf der politischen Bühne sind Erfüllungsgehilfen am Werk, ähnliche Feststellungen über die Gewissenhaftigkeit mancher Parlamentarier, könnte man auch im Bundestag festmachen:

“Die Abgeordneten, die für das Sparpaket gestimmt haben, sind es nicht wert, zu dieser Gesellschaft zu gehören. Niemand von denen hat überhaupt gelesen, was da verabschiedet wurde. Das waren 750 Seiten auf Englisch. Die vier Abgeordneten aus unsere Region haben das offen zugegeben.”

Weiter geht es über die Griechenlandhilfen, die reine Bankenhilfen sind, über spezifisch griechische Verwaltungsprobleme, und mangelnde europäische Solidarität in der Politik. Die Mächtigen wollen ihre Macht behalten.

Elias Tsolakidis sagt zum Schluss: “Ich kann dieses Theater nicht mehr sehen”

Wir auch nicht! Klarmachen zum Ändern!

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/sparpaketgriechenland100.html